Durchbruch für Sportwetten in Deutschland

Lange Zeit war Deutschland das Paradebeispiel für einen undurchsichtigen Sportwettenmarkt. Zahlreiche Gesetzesänderungen und politische Konferenzen verwirrten nicht nur Sportwettenanbieter, sondern auch deren Kunden. Sind Sportwetten in Deutschland nun legal oder nicht? Nach Jahren der politischen Uneinigkeit scheint nun aber der Durchbruch geschafft. Übereinstimmenden Meldungen zufolge sei der nunmehr dritte Glücksspielstaatsvertrag endlich ausgearbeitet – und das mit erfreulichem Ergebnis. Denn ab 2020 sollen alle privaten Wettanbieter in Deutschland eine Konzession erhalten, sofern sie festgelegte Standards einhalten.

Ball mit Bundesligalogo auf Fußballplatz.
Wettanbieter sind im deutschen Fußball mittlerweile etabliert und sponsern sogar hochrangige Bundesligavereine wie den FC Bayern München. Bildquelle: moinzon / Pixabay

Streit vorbei – dritter Glücksspielstaatsvertrag kurz vor Unterschrift!

16 Bundesländer streiten seit Jahren, welchen Weg Deutschland gehen soll, wenn es um die Frage geht: Liberalisierung des deutschen Sportwettenmarktes, ja oder nein? Nach dem ersten und zweiten Glücksspielstaatsvertrag, dem Sonderweg Schleswig-Holsteins, undurchsichtigen Konzessionsvergaben, Rechtsstreitigkeiten, Konferenzen und inoffizieller Duldung dürfte das Leben in der rechtlichen Grauzone für private Sportwettenanbieter in Deutschland nun endlich ein Ende haben.

Zeit wird dies allemal, denn Wetten werden immer professioneller und im Schnitt werden hierzulande fünf Millionen Sportwetten pro Tag abgegeben, die meisten davon – wenig überraschend – auf Fußballspiele. Auch dies dürfte ein Grund sein, warum in den höchsten deutschen Spielklassen bereits seit einiger Zeit Wettanbieter als Sponsoren mitmischen. Selbst die Deutsche Fußball Liga (DFL) kooperiert mit einem großen österreichischen Sportwettenanbieter.

Da scheint es nun der richtige Zeitpunkt, dass auch die Politik nachzieht und die gesetzliche Grundlage schafft, damit Sportwettenanbieter und auch deren Kunden endlich auf der sicheren Seite sind. Denn bisher wurden viele Wettanbieter zwar geduldet, zahlten sogar Steuern, waren häufig aufgrund fehlender Konzessionen aber prinzipiell nicht berechtigt, ihr Wettportfolio an deutsche Kunden heranzutragen.

Jetzt soll damit aber endgültig Schluss sein. Nach jüngsten Meldungen liegt der dritte Glücksspielstaatsvertrag unterschriftsreif im Aktenordner. Am 21. März soll dann Nägel mit Köpfen gemacht werden. Dann nämlich treffen sich alle 16 Ministerpräsidenten zur Konferenz, die vor allem ein Ziel hat: die Neuordnung des deutschen Glücksspielmarktes.

Liberalisierung verspricht horrende Steuereinnahmen

Doch was hat sich nun genau geändert? Fakt ist, dass bereits im Jahr 2011 eine Einigung erzielt worden war. Damals sollte das staatliche Sportwettenmonopol durch Oddset aufgelöst und der Markt liberalisiert werden. Vorerst wollte man aber lediglich 20 privaten Anbietern eine Sportwettenkonzession erteilen. Doch der Andrang war groß. Insgesamt bewarben sich 73 Anbieter für die 20 Lizenzen.

Aufgrund eines mehr als undurchsichtigen Vergabeverfahrens und weil vor allem auch große Namen der Branche auf der Strecke blieben, folgten zahlreiche juristische Streitigkeiten. Das Verfahren kam somit nie zum Abschluss. Seither agieren Sportwettenanbieter in Deutschland mehr oder weniger auf einem unregulierten Markt. Selbst der Europäische Gerichtshof bestätigte – etwas salopp formuliert – den Unternehmen Narrenfreiheit, solange Deutschland keine rechtsverbindlichen Konzessionen erteile.

Für Deutschland ist eine professionelle Struktur auf den Sportwettenmarkt jedoch immens wichtig. Immerhin setzten Sportfans in Deutschland im vorletzten Jahr mehr als sieben Milliarden Euro auf ihre Lieblingsmannschaften. Sobald alle Rechtsstreitigkeiten abgewendet sind, dürfte diese Zahl weiter steigen. Dem Fiskus dürften somit lukrative Steuereinnahmen bevorstehen, auf die selbstverständlich kein Bundesland länger warten möchte als nötig.

Konzession für alle – jedoch auch klare Regeln

Der dritte Glücksspielstaatsvertrag wird den deutschen Sportwettenmarkt endgültig liberalisieren und keine Obergrenze mehr für Konzessionen festlegen. Mit anderen Worten: Prinzipiell kann jeder Anbieter von Deutschland eine Sportwettenlizenz erhalten. Dass hierfür aber sehr klar umrissene Standards eingehalten werden müssen, dürfte klar sein, denn weiterhin betonen Politiker, dass es ihnen vor allem um Spielerschutz und Suchtprävention gehe.

Die wichtigsten Regeln des dritten Glücksspielstaatsvertrags im Überblick

  • Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die sicherstellen, dass sich keine Jugendlichen registrieren können.
  • Spieler, die im Monat mehr als 1.000 Euro auf Sportwetten setzen möchten, müssen gestoppt und überprüft werden.
  • Live-Wetten auf die nächste Gelbe Karte oder den nächsten Einwurf sind strikt untersagt.
  • Sportwettenanbieter dürfen auf ihrer Webseite nicht auf Angebote von Online-Casinos verweisen.

Unternehmen wie der österreichische Wettanbieter und Bayern-Sponsor Tipico kündigte bereits an, sich um eine Lizenz in Deutschland bewerben zu wollen und zeigte zudem Bereitschaft, das eigene Angebot nach den Vorgaben des neuen Glücksspielstaatsvertrags ändern zu wollen. Was dies allerdings konkret heißen könnte, ist noch nicht klar. Sicher ist aber, dass die derzeit noch offensichtlichen Casino-Verlinkungen auf der eigenen Homepage sicherlich auf der deutschen Webseite verschwinden müssten.

”Tipico bewirbt sich um eine bundesweite Sportwetten-Konzession. Wie genau sich das Angebot im Falle einer Erteilung verändert, hängt von den Lizenzbedingungen und vom Wettbewerberumfeld ab.“Ein Pressesprecher des Wettanbieters Tipico

Noch zwei Jahre bis zur endgültigen Liberalisierung?

Trotz der bevorstehenden vertraglichen Einigung der deutschen Bundesländer sind aber noch längst nicht alle Streitpunkte geklärt. Insbesondere die Frage, wie die Regulierung ohne Kontrollorgan funktionieren soll, steht noch immer im Raum und dürfte ein zentraler Diskussionspunkt am 21. März sein. Denn klar ist, dass es am 01. Januar 2020 noch keine staatliche Regulierungs- bzw. Kontrollbehörde für Sportwetten in Deutschland geben wird. Und wenn es sie gibt, muss geklärt werden, ob diese auf Bundes- oder Landesebene tätig sein wird.

Ebenso bedeutet der neue Vertrag noch keine Einigung beim Streitthema Online-Casino, das auf einem gänzlich anderen Blatt geschrieben steht. Hier ist eine Einigung noch längst nicht in Sicht, obwohl dieser Bereich aus rein finanzieller Sicht sogar noch interessanter ist. In Online-Casinos wurden in Deutschland 2017 satte 47 Milliarden Euro umgesetzt, das ist fast das Siebenfache des Sportwettenmarktes.

Derzeit sieht es auch ganz danach aus, dass Schleswig-Holstein wieder einen Sonderweg einschlagen wird. Zumindest Online-Poker soll genehmigt werden, was bei vielen Politikern auf Ablehnung stößt. Dass also auch hier bald Einigung wie im Sportwettensektor erzielt wird, ist eher nicht zu erwarten.

Online Glücksspiel 2019 wird immer mobiler

Das Online Casino Geschäft verlagert sich noch mehr auf mobile Endgeräte, vor allem Smartphones. Dies ist eines der Ergebnisse des neuen jährlichen Branchenreports der Firma iovation. Darin heißt es weiter, Voraussetzung für Erfolg sei mehr denn je, Kunden ein möglichst unkompliziertes Spielerlebnis zu bieten, denn die Konkurrenz werde immer schärfer. Chancen für Marktwachstum sieht der Bericht in den USA, den Niederlanden, Singapur und Indien.

Das Bild zeigt ein Smartphone in einer Hand.
Online Casinos richten ihr Angebot zunehmend auf eine mobile Erfahrung aus. 

Smartphones haben den Markt erobert

Es ist schon längst kein bloßer Trend mehr: Immer mobileres Spielen beherrscht den Markt und macht jetzt 70 Prozent aller Glücksspiel-Transaktionen aus. Iovation hält im Branchenbericht für 2019 für die vergangenen sechs Jahre ein Wachstum des Geschäftsfelds mit mobilen Apps von durchschnittlich 95% jährlich fest. Noch 2012 machte es nur 6% des gesamten Markts aus. Die Firma erwartet einen weiteren Wachstumsschub. Grund dafür ist, dass die Apps zumindest in Frankreich, Großbritannien und Irland in den Google Play Shop zurückkehren dürfen. Iovation sagt voraus, dass ihre Zahl rasant zunehmen wird, sowie Google sie überall wieder zulässt, was allgemein erwartet wird.

Gut zu wissen:

iovation berät unter anderem Casino Betreiber und Anbieter von Glücksspiel Plattformen seit 15 Jahren in Sicherheitsfragen. Die in Portland im US-Bundestaat Oregon ansässige Firma sichert mit ihrem Know-how nach eigenen Angaben täglich Millionen digitaler Transaktionen ab. Ihr Report enthält daher auch Warnungen vor Gefahren, denen Casinos durch kriminelle Kunden ausgesetzt sein können. Dazu gehören unter anderem Kreditkartenbetrug und der Einsatz von Bots, autonomen, lernfähigen Programmen. Die Firma bietet jedoch auch Lösungen für den Umgang mit besonders geschätzten Casino Besuchern mit VIP-Status an. In ihrem jährlichen “Gambling Industry Report” benennt sie Trends und Entwicklungen, die für die Branche wichtig sind. Er erscheint in diesem Jahr zum dritten Mal.

Kundensuche auf dem Schlachtfeld

Iovation rät den Betreibern, ihre Kundenbetreuung noch stärker auf das Smartphone auszurichten, um Spieler an sich zu binden. Es reiche nicht, nur die Spiele mobil zu machen, auch alle anderen Aspekte eines Casinos müssten es sein: Ein- und Auszahlungen, Identifikation und Autorisierung (zum Beispiel per Fingerabdruck-Scan) sowie die weitere Kundenbetreuung. Der richtige Ansatz dafür, so der Bericht, sei das so genannte Mehrkanal-Erlebnis. Damit ist gemeint, dass sich alle Dienstleistungen rund um ein einziges mobiles Gerät als zentralen Zugang zu allen Kanälen gruppieren und den Spielern somit maximalen Komfort sichern. Damit lasse sich eine durchschnittliche Kundenbindung von 89% erreichen. Firmen mit schwach entwickelter Mehrkanal-Strategie brächten es hingegen nur auf 33%. Der Kunde will gehätschelt werden, denn er ist ein untreues Wesen. Dafür findet der Report eindringliche Worte:

“Das Kundenerlebnis ist das neue Schlachtfeld, und die Konsumenten sind nie wankelmütiger gewesen. Daher müssen Betreiber ihre Spieler dort abholen, wo sie sind: an ihren Smartphones.”

Um alles noch einfacher zu machen, rät iovation dazu, Daten zur Identifizierung von Kunden wie Altersprüfung und Ausweiskontrolle automatisiert zu verarbeiten. Noch seien die herkömmlichen Prozeduren hier vielfach zu umständlich und schüfen auf Seiten der Spieler Hemmschwellen.

Sportwetten erobern die US-Bundesstaaten

Einen der wichtigsten Wachstumsmärkte sehen die Verfasser des Reports in den USA und widmen sich ihm näher. Dort hat eine Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs im Mai 2018 den Weg für die Legalisierung von Sportwetten frei gemacht. Den entsprechenden Gesetzesrahmen dafür gibt es bereits in Delaware, Michigan, New Jersey, New Mexico, Nevada, Pennsylvania, Rhode Island, Washington, D.C. und West Virginia. Laut Report ist in mehr als 20 weiteren Staaten Gesetzgebung für Sportwetten in Vorbereitung. Die zu erwartende Vielgestaltigkeit der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den USA stellt die Anbieter vor besondere technische Anforderungen. Dafür gibt es bereits automatisierte Geofencing-Lösungen, die sicherstellen, dass Einsätze nur unter den Bedingungen des Staates möglich sind, in dem der Spieler sich aufhält.

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Niederlande, Singapore und Asien im Blick

Weitere interessante Geschäftsmöglichkeiten sieht iovation 2019 in Singapur, Indien und den Niederlanden, ohne auf Details einzugehen. In den Niederlanden steht wie in Deutschland eine umfassende, mit EU-Recht vereinbare gesetzliche Regelung für das Online Glücksspiel noch aus, in Singapur liegen seit 2016 Zulassungen vor. In Indien ist die Lage unübersichtlich und von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Offenbar rechnen die Experten von iovation damit, dass es 2019 zu einem erfolgreichen Anlauf kommen könnte, Online Casinos in Indien auf eine sichere Rechtsgrundlage zu stellen. Bis dahin bleibt es dort dabei, dass diese um so stabiler ist, je mehr ein Casino schwankt: Schwimmende Casinos nutzen in Indien eine Gesetzeslücke aus der Zeit aus, als sie auf dem Festland verboten waren.

Merkur Online Spiele kommen wohl 2019 zurück in die Online-Casinos

Das Logo Der Gauselmann Gruppe und Merkur
Die beliebten Merkur-Spiele der Gauselmann Gruppe konnten lange Zeit nicht mehr in den Online-Casinos aufgerufen werden. Das könnte nun ein Ende haben. © Gauselmann Gruppe.

Merkur sucht den Weg zurück

Ca. ein Jahr ist es her. Es war der Zeitpunkt, an dem die Gauselmann Gruppe verkündete, dass sie mit sofortiger Wirkung ihre Aktivitäten im Sektor der Online-Casinos einstellen würden. Das hieß im Klartext für die Spieler, dass die äußerst beliebten Merkur-Spiele online nicht mehr gespielt werden konnten. Als Grund für den Rückzug wurden damals lizenzrechtliche Schwierigkeiten genannt. Der Fokus des Unternehmens sollte fortan auf den Spielhallen und landbasierten Spielbanken liegen. Doch die stetige Entwicklung und das enorme Wachstum des Online-Marktes scheinen zumindest nicht spurlos am Unternehmen vorbeigegangen sein.

Schon länger gehen Gerüchte über eine Rückkehr der Merkur-Software durch die Branche. Nun verhärten sie sich aber. Offenbar plant der Konzern nämlich, eine neue Entwicklungsschmiede zu gründen. Gerüchten zufolge soll diese den Namen „Bee Cool Gaming“ bekommen. Das Hauptaugenmerk soll ganz klar auf der Entwicklung von Online-Games liegen.

Dabei soll die Entwicklungsschmiede nicht nur dazu dienen, die bekannten Merkur-Spiele für Online-Casinos bereitzustellen, sondern es sollen vor allem neue, einzigartige und innovative eigene Slots entwickelt werden. Zudem kann die Gauselmann Gruppe so online neue Spiele testen und diese bei erfolgreicher Annahme durch die Spieler, auch in den stationären Spielhallen und landbasierten Casinos einführen.

Ebenso kann die Gauselmann Gruppe mithilfe von „Bee Cool Gaming“ so einem neuen Trend begegnen: die Kombination von klassischen Computerspielen und Slots. Die neuartige Entwicklung wurde bereits kürzlich von dem Provider Betsoft mit einem ersten Hybrid-Slot mit dem Titel „Max Quest: Wrath of Ra“ erstmalig durchgeführt. Das Spiel fand direkt große Zustimmung. Nicht ohne Grund scheint die Gauselmann Gruppe den neuen Trend nicht verschlafen zu wollen.

Gut zu wissen::

Die Gauselmann Gruppe mit Sitz in Espelkamp und Lübbecke gehört zu den größten Unternehmensgruppen der Glücksspielbranche. Sie wurde bereits 1957 von Paul Gauselmann gegründet und beschäftigt rund 12.500 Mitarbeiter. Die Gauselmann Gruppe stellt Spielautomaten her und entwickelt auch gleichzeitig deren Software beziehungsweise Spiele. Zudem betreibt sie die bekannte Merkur-Spielhallenkette, ist in zahlreichen Spielbanken vertreten und tritt ebenfalls in den Bereichen Sportwetten und Online-Gaming in Erscheinung. Auch ist sie in zahlreichen TV-Shows oder bei bekannten Sportvereinen als Sponsor tätig.

Neben Neugründung auch eine Übernahme

Die Neugründung der Entwicklungsschmiede „Bee Cool Gaming“ ist nur ein Teil der Aktivitäten der Gauselmann Gruppe, der für eine baldige Rückkehr auf den Online-Glücksspielmarkt spricht. Des Weiteren berichteten verschiedene Quellen kürzlich, dass die Gauselmann Gruppe ebenfalls mit einer anderen Tochterfirma mit dem Namen Blueprint Gaming Limited ein Londoner Unternehmen namens Project übernommen hat. Dieses ist ebenfalls im Bereich der Spieleentwicklung von Online-Slots tätig. Diese neuen Spieleentwicklungen sollen nach Möglichkeit und bei entsprechenden positiven Reaktionen ebenfalls ihren Weg in die Spielhallen und Spielbanken finden. Durch die Übernahme wurden bereits auch 50 bestehende Slots in das Gauselmann-Imperium übernommen.

Im Zusammenhang mit der Übernahme äußerte sich auch Tony Boulton, der Geschäftsführer des britischen Entwicklers Project: „Wir haben ein großartiges Team, das von der Größe, Unterstützung und Distribution der Gauselmann Gruppe profitieren wird. Die Zusammenarbeit mit den Spielemachern gibt uns die Möglichkeit, zu wachsen und unser Spieleportfolio auch online zur Verfügung zu stellen.“ Über die finanziellen Details der Übernahme wurden bisher keine Informationen bekannt.

Das Vorgehen der Gauselmann Gruppe sendet verschiedene Anzeichen an die Branche. Scheinbar wird intern davon ausgegangen, dass die Entwicklung in der Online-Glücksspielbranche entsprechende Auswirkungen auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland Einfluss hat und diese entscheidend verändert werden. Das Thema Lizenzen, Sicherheit und Kontrolle in Bezug auf Online-Casinos hat schon seit längerer Zeit einen Platz auf der Agenda. Der Rückzug der Gauselmann Gruppe aus dem rechtlichen Wirrwarr scheint daher nicht mehr langfristig anzuhalten.

Dafür spricht ebenfalls eine Aussage von Dominic-Daniel Liénard, CEO der edict eGaming GmbH, einer weiteren Tochterfirma der Gauselmann Gruppe: „Wir beobachten die Entwicklungen in Deutschland ganz genau und erwarten, dass die Bundesländer einen großen Schritt in die richtige Richtung machen, indem sie einen Regulierungsrahmen schaffen, um Online Glücksspiel in ganz Deutschland zu erlauben und Spielern sichere Begleitumstände zu geben.“

Rechtliche Entwicklung unklar

Die Aussagen aus dem Imperium der Gauselmann gruppe versprühen große Zuversicht. Als außenstehender Beobachter sind die Anzeichen für eine rechtliche Einigung zwischen den Bundesländern noch recht gering. Vielmehr scheinen vor dem Treffen der 16 Landesminister auf einer Konferenz im März die Stimmen 13 zu 3 gegen eine Einigung und Veränderung der rechtlichen Lage hin zu einer bundesweiten Legalisierung des Online-Glücksspiels zu sein. Schleswig-Holstein besitzt sowieso bisher eine Ausnahmeregelung und hat bereits angekündigt, sollte keine Einigung getroffen werden, das nördlichste Bundesland erneut eine Sonderregelung bestimmen würden. Lizenzen würden dadurch wieder einzelnd nur für Schleswig-Holstein vergeben werden.

Auch die Gauselmann Gruppe war bereits Besitzer derartiger Sonderlizenzen in Schleswig-Holstein. Eine erneute Vergabe an den Glücksspielkonzern dürfte nur eine Formsache sein. Neben Schleswig-Holstein haben bisher auch Nordrhein-Westfalen und Hessen verlauten lassen, dass sie einer Legalisierung des Online-Glücksspiels sowie einer Marktöffnung offen gegenüberstehen. Es existieren daher zumindest berechtigte Anzeichen für die Vertreter der Gauselmann Gruppe, dass zumindest auch in diesen Bundesländern künftig die Vergabe von Sonderlizenzen möglich sei, sollte die bundesweite Einigung entgegen der eigenen Erwartungen doch nicht so schnell kommen.

Der deutsche Markt ist sicherlich einer der wichtigsten für die Gauselmann Gruppe. Doch auch internationale Märkte scheinen für den Glücksspiel-Giganten attraktiv zu sein. So soll das Online-geschäft auch in Ländern wie Rumänien, Spanien, Kroatien, Skandinavien, Großbritannien und Lateinamerika angekurbelt werden. Online-Casinos der Gauselmann Gruppe sollen das Marktpotenzial hier abgreifen. In Spanien verfügt der deutsche Glücksspielanbieter bereits über stationäre Casinos. Die Entwicklung bleibt auf jeden Fall spannend.

Merkur Online-Spielen 2019

Deutsche Glücksspiel-Regulierung

Der ewige Streit zwischen den deutschen Bundesländern um die Regulierung des Glücksspiels und der Novoline Online Casinos 2019 verschärft sich. Offenbar bereiten sich Hessen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen auf einen Alleingang vor, falls die Ministerpräsidenten sich nicht bald einigen. Sie kommen voraussichtlich im März erneut zusammen, um den Zankapfel aus dem Weg zu schaffen. Der Landtag Schleswig-Holstein in Kiel,

Ultimatum im Landtag an der Kieler Förde

Wenn drei einen Alleingang wagen, ist es dann eigentlich noch einer? Mehrere Bundesländer könnten noch in diesem Jahr ausscheren, um das Problem Glücksspiel-Regulierung endlich vom Tisch zu bekommen. Hessen und Schleswig-Holstein schließen nicht aus, einen Sonderweg zu gehen, Nordrhein-Westfalen könnte sich ihnen anschließen. Schleswig-Holstein hat bereits Erfahrung mit einer eigenen Regelung: Es lizenzierte einst als einziges Bundesland Online Casinos. Diese Zulassungen sind mittlerweile alle ausgelaufen. Und die deutsche Politik steht gegenüber Brüssel schon seit Längerem in der Pflicht, die Gesetzgebung zum Glücksspiel in Einklang mit EU-Recht zu bringen. Dafür ist ein neuer Staatsvertrag zwischen den Bundesländern angestrebt. Doch bisher kamen die damit nicht voran.

Jetzt ließ der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, Hans-Jörn Arp, in einer Aktuellen Stunde des Landesparlaments eine Bombe platzen. Für den Fall, dass die Ministerpräsidenten am 21. März nicht zu einer einvernehmlichen Lösung finden, kündigte er an:

“Wenn das nicht funktioniert, werden wir mit Hessen und Nordrhein-Westfalen einen gesonderten Weg einschlagen.”

Aus Nordrhein-Westfalen liegen dazu bislang keine ähnlich entschiedenen Verlautbarungen vor. Von Hessen ist jedoch bekannt, dass die schwarz-grüne Koalition dort des Stillstands müde ist und nicht ewig auf die anderen Bundesländer warten will.

Einvernehmliche Lösung erste Wahl

Arp machte freilich auch deutlich, dass eine einvernehmliche bundesweite Lösung vorzuziehen wäre. Gerne, so beteuerte er, wolle Schleswig-Holstein die anderen Länder mit auf den Weg nehmen, hin zu einer Gesetzgebung, wie sie beim schleswig-holsteinischen Nachbarn Dänemark bereits für klare Verhältnisse auf dem Markt gesorgt hat. In der Runde der CDU-geführten Bundesländer gebe es in dieser Frage inzwischen eine “geschlossene Front”.

“Es wäre schön, wenn zumindest die bewährten Anbieter, die sich an die Regeln gehalten haben, in Form einer ‘White list’ eine weitere Genehmigung bekommen.” Hans-Jörn Arp, Parlamentarischer Geschäftsführer, CDU-Fraktion Landtag Schleswig-Holstein

Landesinnenminister Hans-Joachim Grote, ebenfalls CDU, will die Hoffnung auf einen Konsens zwischen den Bundesländern noch nicht fahren lassen. “Es gibt entsprechende Gespräche mit den Länderkollegen, die zunehmend die Notwendigkeit zum Handeln erkennen”, verriet er den Abgeordneten. Oppositionsführer Ralf Stegner, Vize-Parteichef der Bundes-SPD, klang jedoch nicht so, als ob seine Partei sich für die CDU-Position öffnen könne. So dürfte in der Ministerpräsidentenkonferenz wohl weiterhin Streit zwischen CDU- und SPD-geführten Bundesländern zu erwarten sein.

Ungeduldige Hessen

Aus Wiesbaden hieß es schon Ende vergangenen Jahres, dass es nun bis Ende 2019 endlich vorangehen müsse. Andernfalls werde Hessen eine eigene Lösung ansteuern. So hielten CDU und Grüne es in ihrem Koalitionsvertrag auf Seite 68 fest:

“Falls keine zufriedenstellende Regelung bei der Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrages mit den anderen Ländern bis zum Ablauf der sogenannten Experimentierklausel erzielt werden kann, werden wir den Glücksspielstaatsvertrag zum Ende des Jahres 2019 kündigen und diesen Bereich für das Land Hessen eigeninitiativ und eigenständig unter Beachtung der hessischen Leitlinien für eine erfolgreiche Ausgestaltung des Glücksspielrechts regeln.“

Selbst Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler machte Druck. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte sie zum Jahresende 2018:

“Wir brauchen Regeln für das Online-Glücksspiel, die eine Grenze zwischen halbwegs sauberem Spiel und den vielen in jeder Hinsicht windigen Angeboten klar und transparent ziehen! Und diese Grenze sollten die Länder mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag ziehen, den wir endlich benötigen.“

Eine Arbeitsgruppe der Staatskanzleichefs setzte sich an eine Vorlage für die nächste Ministerpräsidentenkonferenz. Bisher sah es nicht so aus, als ob sie sich am dänischen Modell orientieren würde. Die “Bild”-Zeitung wollte erfahren haben, dass sie Internetsperren für Online Casinos vorhabe.

Einigung über Staatsvertrag Glückssache

Die Rahmenbedingungen für das Glücksspiel in Deutschland regelt ein Staatsvertrag zwischen den Bundesländern. Dieser soll schon seit Längerem erneuert werden. Die Bundesrepublik steht in der Pflicht, ihre Gesetzgebung auch auf diesem Gebiet an das EU-Recht und die in ihm festgelegte Dienstleistungsfreiheit anzupassen. Deshalb dulden die Behörden zurzeit Online Casinos mit einer Lizenz aus einem EU-Land. Eine eigene deutsche Lizenzierung ist jedoch bislang nicht möglich. Wegen der ungeklärten Rechtslage hatte die Gauselmann Gruppe, großer deutscher Anbieter von Automatenspielen, sich aus dem deutschen Internet Geschäft zurückgezogen, hofft aber auf eine bundeseinheitliche Regelung, die ihr die Rückkehr ermöglicht.

Novoline Online Casino & Glücksspiel mit Spannung erwartet

Novoline Online Casino & Glücksspiel mit Spannung erwartet

Mitte März ist es wieder soweit. Zum 16. Mal treffen an der Universität Hohenheim Vertreter der Glücksspielindustrie zusammen, um gemeinsam aktuelle Themen zu diskutieren, die vor allem für die großen Novoline Casinos und Glücksspielanbieter, Vereine, Institutionen und Regulierungsbehörden der Branche von Bedeutung sind. Am 12. und 13. März stehen auf dem Programm auch zwei Podiumsdiskussionen. Wie bereits 2018 werden dabei große Namen gemeinsam aktuelle Themen erörtern. Mit dabei ist in diesem Jahr unter anderem Mathias Dahms vom Deutschen Sportwettenverband wie auch Georg Stecker von der Deutschen Automatenwirtschaft.

Mann mit Mikrofon spricht; im Vordergrund Schreibtisch und offener Laptop.
Neben vielen Worten werden die Beiträge und Diskussionsrunden des Symposiums natürlich auch von digitalen Medien begleitet.

Von Werbung bis Biometrie

Die Themenschwerpunkte der Podiumsvorträge liegen beim Symposium Glücksspiel 2019 neben dem Bereich Marketing und Zertifizierungsfragen beim Thema Suchtprävention.  Zu diesem Thema werden auch Vertreter des baden-württembergischen Landtags erwartet, sodass auch die politische Perspektive Gehör findet.

Damit aber noch lange nicht genug. Denn auch abseits dieser fast schon üblichen Themen, wenn in Deutschland über den Glücksspielmarkt diskutiert wird, gibt es allerlei innovative Vorträge zu hören, unter anderem auch über technische Neuerungen, die für die Glücksspielindustrie interessant sein können.

Vor allem die Vorträge von Dennis Schlegel zum Thema Blockchain-Technologie sowie die Präsentationen von Dr. Jürgen Pampus, Dr. Jens-Uwe Garbas und Dr. Stefan Bring zum komplexen Thema Biometrie dürften von Interesse sein und einige womöglich gar unerwartete Perspektiven auf die Zukunft des Glücksspielsektors in Deutschland öffnen. Dazu gehören Vorträge zur Gesichtserkennung als Identifikationsmethode sowie zur Gefühlserkennung mittels biometrischer Methoden.

Veranstaltet wird das Symposium von der 2004 gegründeten Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim. Über 20 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen beschäftigen sich mit dem Thema  Glücksspiel unter den Gesichtspunkten Verbraucherpolitik, Mathematik und Statistik, den Kommunikations- und Informationswissenschaften, Spieltheorie bis hin zur Psychologie, Recht und Medizin.

Die Vortragsthemen des 16. Symposiums Glücksspiel in der Übersicht:

  • Begründung des Lotteriemonopols
  • Vollzug und Vollzugsdefizite
  • Zertifizierung und Akkreditierung
  • Werbung
  • Organisation der Glücksspielsuchtforschung, -hilfe und -prävention
  • Zusammenarbeit Suchthilfe und Anbieter
  • Maßnahmen zum Spieler- und Jugendschutz
  • Technische Entwicklungen: Biometrie und Blockchain

Wer im Audimax der Universität Hohenheim selbst vorbeischauen und die einzelnen Diskussionen und Vorträge live verfolgen möchte, kann sich noch bis zum 25. Februar anmelden. Als Zuschauer darf praktisch jeder teilnehmen. Die Kosten liegen bei 350 Euro pro Karte und berechtigen zum Zutritt in die Garbenstraße 30 in Hohenheim sowohl am 12. als auch am 13. März. Die Universität Hohenheim empfiehlt zudem, sich rechtzeitig um Übernachtungsmöglichkeiten zu bemühen.

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, welche Experten zu welchen Themen Stellung beziehen und wann mit welchen Vorträgen zu rechnen ist, der hat die Möglichkeit, das aktuelle Programm des 16. Symposiums Glücksspiel online als PDF anzusehen bzw. kostenlos herunterzuladen.

Symposium mit reichlich Prominenz

Natürlich könnte aber nicht guten Gewissens von einem Symposium gesprochen werden, wenn nicht auch reichlich geballtes Fachwissen in Person mehrerer hochrangiger Vertreter der Glücksspielindustrie erwartet werden könnte. Neben Prof. Dr. Tilman Becker, dem Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel, werden aber auch andere bekannte Namen vor Ort zu erwarten sein – ein Überblick:

  • Georg Stecker: Georg Stecker ist Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft, die gegenüber Politik, Verwaltung und Medien die Interessen der Branche vertritt. Der Dachverband machte erst kürzlich auf sich aufmerksam, weil er sich Bastian Schweinsteiger als Testimonial für die Ende 2018 gestartete Kampagne gegen illegales Glücksspiel sicherte.
  • Mathias Dahms: Mathias Dahms ist derzeit ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Sportwettenverbandes e.V. und zudem Geschäftsführer der XTiP Sportwetten Vertrieb GmbH. Zuvor war er unter anderem als CEO bei der Mybet Holding tätig.
  • Dr. Dirk Quermann: Dr. Dirk Quermann ist Geschäftsführer von Merkur Interactive und wird auf dem Symposium Glücksspiel in Hohenheim den Deutschen Online Casinoverband personell vertreten, in dem er selbst als Präsident fungiert. Zudem ist Dr. Dirk Quermann seit jüngster Zeit auch Teil der neuen Führungsebene der Gauselmann Gruppe. Als Sprecher der Geschäftsführung kümmert er sich vor allem um den Bereich Sportwetten.

Symposium 2018 mit klarem Fazit

Dass die Glücksspielbranche in Deutschland statisch sei, kann sicherlich kaum behauptet werden. Dies beweist die jährliche Zusammenkunft der wichtigsten Vertreter deutscher Glücksspielunternehmen und -einrichtungen im Symposium Glücksspiel an der Universität Hohenheim. Bereits 2018 leisteten sich die Teilnehmer und Veranstalter teils intensive Diskussionen, kamen am Ende aber dennoch zu einem klaren Fazit.

Die Forderungen des 15. Symposiums aus 2018 waren daher relativ eindeutig: Bund und Länder sollten eine bundesweit einheitliche Regulierung umsetzen. Da Bund und Länder mittlerweile aber aufeinander zugegangen sind, stehen 2019 endlich auch andere Themen auf der Agenda.

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WSOP 2019

WSOP 2019

Vom 28. Mai bis zum 16. Juli 2019 findet in Las Vegas die World Series of Poker statt (WSOP). Es ist die inoffizielle Poker-Weltmeisterschaft und wird in diesem Jahr zum 50. Mal ausgetragen. Das Main Event gilt als das prestigeträchtigste Pokerturnier der Welt. Zahlreiche weitere Turniere runden die WSOP ab. Zum runden Geburtstag soll die Pokerturnierserie nun um drei weitere Veranstaltungen erweitert werden.

Ein Pokertisch mit Spielchips und Spielkarten.
Die WSOP soll 2019 um drei zusätzliche Events erweitert werden.

WSOP 2019 steht bevor

Die größte Pokerturnierserie der Welt, die WSOP in Las Vegas, feiert 2019 ihren 50. Geburtstag, weswegen der Inhaber der WSOP, Caesars Interactive Entertainment, trotz bereits veröffentlichtem, vorläufigem Turnierplan stolz verkündete, die WSOP 2019 um drei weitere Events zu vergrößern. Stattfinden wird die diesjährige WSOP im Rio All-Suite Hotel und Casino vom 28. Mai bis zum 16. Juli.

Zwar ist der überwiegende Anteil der diesjährigen WSOP-Turniere bereits festgelegt, doch die Verantwortlichen von Caesars Interactive Entertainment scheinen gewillt zu sein, zum runden Geburtstag mit zusätzlichen Turnieren von sich reden zu machen. Die WSOP soll laut Ankündigung des Vizepräsidenten Jack Eifel um ein Mini Main Event (Buy-In von 1.000 US-Dollar), ein Colossus Event (Buy-In von 400 US-Dollar) und ein One-Day Super Turbo-Event (Buy-In von 1.000 US-Dollar) ergänzt werden.

Die zusätzlichen Turniere sind vor allem auf Amateure ausgerichtet, die sich die großen Buy-ins von zig Tausend US-Dollar nicht leisten können, aber dennoch einmal gegen Pokerprofis antreten wollen. Jack Eifel kommentierte die Erweiterung in einer offiziellen Pressemitteilung folgendermaßen: „Da dies unsere 50. WSOP ist, machen wir alles, was wir machen können, um den diesjährigen Durchlauf größer, besser und wertvoller für die Spieler zu gestalten.“

Was ist die WSOP?:

Die WSOP, die World Series of Poker, ist die wichtigste Pokerturnierserie der Welt. Seit dem Jahre 1970 findet sie jährlich in Las Vegas statt und lockt tausende Spieler aus der ganzen Welt an. Über einen Zeitraum von sechs Wochen werden Pokerturniere aus den Pokervarianten wie beispielsweise Omaha, Seven Card Stud oder No Limit Holdem ausgetragen. Zu gewinnen gibt es neben beachtlichen Preisgeldern vor allem auch ein sogenanntes „WSOP Bracelet“, ein wertvolles Armband, welches gleichzeitig einen enormen Stellenwert in der Pokerszene besitzt.

Das Main Event, welches zum Abschluss der Turnierserie ausgespielt wird, gilt als die inoffizielle Poker-Weltmeisterschaft und hat in der Regel eine hohe vierstellige Teilnehmerzahl (2018 waren es 7.874 Spieler) sowie einen millionenschweren Preispool (2018: 74.015.600 US-Dollar, umgerechnet ca. 64.240.000 Millionen Euro). Der Gewinner des Main Events in 2018, John Cynn, konnte sich über eine Siegprämie von 8.800.000 US-Dollar, umgerechnet rund 7.640.000 Euro, freuen.

Diese Events sollen die WSOP vergrößern

  • Das Colossus Event:
    Mit 400 US-Dollar Buy-in ist das „Colossus Event“ das Pokerturnier der WSOP mit der niedrigsten Startgebühr. Die Teilnehmer können entweder am 26. Juni (Starttag A) oder am 27. Juni (Starttag B) in das Turnier einsteigen. Nicht nur der niedrige Buy-in, sondern auch die attraktive Blind-Struktur – die Teilnehmer erhalten zum Turnierstart 40.000 Chips und das Blind-Level erhöht sich nur alle 40 Minuten – ermöglichen ein ausgewogenes und auch konservatives Spiel und verlangen keine frühzeitigen Kamikaze-Aktionen.
  • Das Mini Main Event:
    Das „Mini Main Event“ verlangt einen Buy-in von 1.000 US-Dollar und besitzt die Option von zwei Starttagen, entweder am 01. Juli oder am 02. Juli. Gespielt wird die Pokervariante No Limit Holdem. Die Spieler starten am Pokertisch mit einem Stack von 60.000 Chips. Im 30-minütigen Rhythmus werden anschließend die Blinds erhöht.
  • Die One-Day Super Turbo Bounty-Turniere:
    „Bust or Glory“ – dieses einfache Motto ist nicht nur actionreich, sondern auch attraktiv. Mit einem Buy-in von 1.000 bzw. 1.500 US-Dollar sind die „One-Day Super Turbo Bounty-Turniere“ äußerst beliebt. Die Teilnehmer starten mit einem winzigen Startkapital von 20 Big Blinds und alle 20 Minuten steigt das Blind-Level. Das sorgt für ordentlich Action und zahlreiche „All-ins“. Ein Bounty, ein sogenanntes Kopfgeld, wird je nach Buy-in, entweder 300 oder 500 US-Dollar, für jeden eliminierten Gegner ausgezahlt. Dafür erhält jeder Spieler zu Beginn des Turnieres einen speziellen Chip, den „Bounty Maker“, den jeder Spieler bei drohender Eliminierung in die Mitte des Pokertisches legen muss. Gewinnt ein Spieler einen derartigen Chip, weil er einen anderen Teilnehmer rausgeworfen hat, kann er diesen beim Spieler-Service im Tropical Ballroom des Rio-Hotel und Casino gegen das entsprechende Kopfgeld eintauschen. Sollte ein Spieler seinen „Bounty Maker“ übrigens während des Turnieres verlieren, wird es teuer. Dann muss der Spieler nämlich den Wert des Kopfgeldes erneut entrichten – ganz getreu den WSOP-Regularien.

Zum runden Geburtstag gibt es noch weitere Highlights

Neben den drei zusätzlichen Events hält die 50. Ausgabe der WSOP aber noch weitere Highlights speziell für Spieler mit geringerem Etat bereit. Beispielsweise kann beim „Millionaire-Maker-Turnier“ mit einem vergleichsweise kleinen Buy-in von 1.000 US-Dollar ein Siegerpreisgeld von über einer Million US-Dollar gewonnen werden. Da das Blind-Level, also die regelmäßige Erhöhung der Grundeinsätze, sich nur alle 60 Minuten erhöht und die Spieler dadurch nicht von Anfang an unter immensem Druck stehen, wird dem Teilnehmer auch ein faires Preis-Leistungsverhältnis geboten.

Ebenfalls erhalten Senioren mit dem Seniors- und dem Super-Seniors-Turnier eine besondere Gelegenheit, sich mit Gleichaltrigen zu messen. Für das Seniors-Turnier ist ein Mindestalter von 50 Jahren die Grundvoraussetzung. Beim Super-Seniors-Turnier muss für die Teilnahme bereits das 60. Lebensjahr erreicht sein. Buy-in für die außergewöhnlichen Turniere sind jeweils 1.000 US-Dollar. Es bleibt spannend, ob kurzfristig noch weitere Highlights und Veränderungen von den WSOP-Verantwortlichen ins Leben gerufen werden. Schließlich wird man nur einmal 50 Jahre alt – das gilt auch für ein Turnier.